Kaffeeberg

Foto_Kaffeebergkeller

 

Chronologie des Kaffeeberges

1816

Der Gastwirt Eder vom Hause Nr. 50 richtete zur Bequemlichkeit und zum Vergnügen der Kurgäste über den Hängen des Kirchberges eine kleine Jausenstation, "Kaffeeberg" genannt, ein und legte eine Akazien- und Rustenallee an.

1838

Nach dem Tod von Bartholomäus Angelis im Jahr 1838 kaufte der k. k. Oberleutnant Franz Gärtner von der Witwe Theresia Angelis das Badhaus und wenig später von den Erben des Gastwirtes Eder auch den verfallenen Kaffeeberg.

1839

Die Sandsteine von der abgetragenen Wehrmauer der Pfarrkirche fanden als Stützmauern der zu Terrassen umgestalteten Kaffeeberghöhe Verwendung. Über Stufen und einen Serpentinenweg erreichte man dort ein ländliches Haus mit Kegelbahnen. Akazien, Rusten und Linden spendeten den Erholungssuchenden Schatten. Neben Abwechslung bot sich zur guten Jause noch der Blick über Dorf, Weingärten und waldige Höhen.

1844

Auszug aus dem Buch von Grienwald 1844:

Der Kaffeeberg bildet eine reizende Anlage am südlichen Abhange des Kirchenberges. Bequeme Pfade und Stufen führen zur Höhe hinan, welche geebnet und mit grünem Rasen umsäumt, durch starke vom üppigen Gesträuch verdeckte Mauern und schon von Ferne einen herrlichen Anblick gewährt. Dichte Reihen von Akazien bilden schattigen Alleen, über deren Mitte hochstämmige Rüstern majestätisch emporragen und mit ihren breiten Blätterdache eine Gruppe niedlicher Tische und Stühle, so wie das ländliche Haus beschirmen, in welchem mannigfaltige Erfrischungen gereicht werden, während ein Billard, die anstoßende Kegelbahn und einige der gelesensten Zeitungen genügen Stoff zur Unterhaltung gewähren.

1905

Der Gemeindeausschuß unter dem sehr aufgeschlossenen Bürgermeister Hladik unterstützt den Unternehmungsgeist der Kurhausbesitzer auch durch die Verleihung einer Gasthauskonzession für den Kaffeeberg

1912

Das Ende. Die kleine Jausenstation auf dem Kaffeeberg blieb für immer geschlossen.

1928

Im österreichischen Bäderbuch scheint der Kaffeeberg nicht mehr auf.

1958

Von der Gemeinde wurde der Ankauf des alten Kurhauses und des Kaffeeberges - beide Wahrzeichen von Tagen glanzvoller Vergangenheit beschlossen.

1998

Seit Eröffnung der Klinik Pirawarth erhalten freiwillige Helfer um Erich Ulrich bei ihren Bemühungen um Rekultivierung und Nutzung des Areals zunehmend tatkräftige Unterstützung durch den Verschönerungsverein und Gemeinde.

2012

Die Sanierung des Kellergewölbes, des Eiskellers und der oberirdischen Reste ist abgeschlossen. Im ehemaligen Eiskeller ist alles für eine Vinothek eingerichtet. Oberirdisch wurde eine öffentliche WC - Anlage eingebaut. Bei einem Grillfest zur Eröffnung übergab der Bauherr Erich Ulrich im beisein seiner zahlreichen Helfer Herrn Bürgermeister Kurt Jantschitsch den Schlüssel dieser neuen Anlage.

Seit der abgeschlossenen Renovierung kann der Keller von jedermann für Feste oder ähnliche Zwecke gemietet werden.

Preis pro Veranstaltung € 70,-

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